HENSOLDT – Pionier bei abgesetzten dezentralen additiven Fertigungsverfahren

Schlüsselfertige End-2-End-Lösung (Foto: HENSOLDT Sensors)

Mobile 3D-Druck Lösung nach dem „Plug and Play Prinzip“ (Foto: HENSOLDT Sensors)


Digitalisierung, Industrie 4.0 und IoT sind Begrifflichkeiten, die derzeit von allen Industrieunternehmen intensiv diskutiert werden. Speziell das Thema digitale Transformation bietet Chancen, Wertschöpfungsketten neu zu definieren und auch im Logistischen System der Bundeswehr die gesicherte Verfügbarkeit, zu jeder Zeit und an jedem Ort, zu erhöhen.

Bei digitaler Transformation gilt es das gesamte Eco-System zu überdenken und anschließend die Technologien, die benötigt werden, um die neuen Anforderungen zu erfüllen zu selektieren.

Aufgrund der geänderten Gefährdungslage und den hieraus resultierenden veränderten Anforderungen an die Aufgabenstellungen der Bundeswehr ist das Eco-System der Logistik und der damit verbundenen Verfügbarkeit und Versorgung von und mit Teilen jeglicher Art zu überdenken.

3-D Druckdemonstrator
HENSOLDT beschreitet für mobile additive Fertigungsverfahren einen Weg, der durchaus als pionierhaft bezeichnet werden kann.

Basierend auf Kompetenzen im Produktentstehungsprozess, kombiniert mit Kompetenzen der Integration, wurde ein Konzept entwickelt, das die Herstellung von 3D-gedruckten Teilen in dezentralen abgesetzten Containern ermöglicht.

Zielsetzung ist, eine mobile 3D-Drucklösung, basierend auf einer standardisierten Druckzelle, anzubieten.

Hierzu hat HENSOLDT bereits einen Demonstrator erstellt, der das Look-and-Feel eines 20 ft Containers aufgreift und die vollständige Prozesskette – vom Design bis hin zum fertigen Teil – abbildet und erleben lässt.

Zu Beginn wurde der Fokus auf die Verarbeitung von Metallen gelegt und im weiteren Projektverlauf um den Druck von Kunststoffteilen ergänzt. Weiterhin sind autarker Betrieb und flexible Transportmöglichkeiten Anforderungen an das Konzept.

Letztendlich bietet das modulare Hardware-, Service- und Vertragskonzept dem Nutzer eine End-2-End-Lösung.

Darüber hinaus dienen unterschiedliche Vertragsmodelle der Investitionssicherheit und senken die Investitionshürde. Im Kontext Logistisches System der Bundeswehr adressiert dieser Lösungsansatz konkret den Fähigkeitserhalt bei out-of-area Einsätzen.

Der Lösungsansatz
Neben den einsatzspezifischen Umgebungsbedingungen wie Staub und Feuchtigkeit, gilt ein Hauptaugenmerk der Verlastbarkeit und damit der Mobilität des Systems. Aktuelle 3D-Druckersysteme sind für den stationären Einsatz konzipiert. Die Verlagerung der Druckzelle erfordert jedoch eine Härtung der einzelnen Druckerkomponenten.

Zukünftige Anwendungen bedingen, dass Teile schneller und individueller am Ort des Bedarfs zur Verfügung stehen. Basis hierfür sind wirtschaftlich betriebene, d.h. schnelle und schlanke Lieferketten, die digitalisierte Daten erfordern. Als ein wesentlicher Lösungsansatz ist die zentrale Verwaltung der benötigten Daten zu sehen, in deren Rahmen grundsätzliche Fragestellungen wie die der Rechtewahrung oder die Klärung der Haftungsregelung zu sehen sind. Im Demonstrator wird dies mit Hilfe einer geeigneten Datenplattform realisiert.

Die anstehenden Aufgaben erfordern jedoch eine intensive Zusammenarbeit sowohl auf Industrieseite als auch mit und seitens des öffentlichen Auftraggebers.

In diesem Rahmen wird sich HENSOLDT weiterhin als starker Partner im Bereich mobiler additiver Fertigungsverfahren einbringen.

 

 

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